Samstag, 9. Mai 2026

Mahnwache am 3. Juni 2026

Wir treffen uns in der Rathauspassage ab 15.30 Uhr,

Mahnwache ab 16.30 Uhr am Ida Ehre Platz, Hamburg City.

20. Juni: Tag des Flüchtlings

75 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention   

Wir wünschen Fremden und Freunden ein gelingendes Leben!
 

Fremd bin ich hier
Unter den Menschen in ihrer Manier.
Fremd bin ich in dem Land,
das ich bislang nicht gekannt.
Fremd sind mir die Gegebenheiten,
die mich durch den Alltag leiten. 

Ist nicht jeder jedem irgendwie fremd,
weil keiner den anderen wirklich kennt? 

Einander annehmen, so wie wir sind
als Menschen, als dieser Welt Kind,
gemeinsam gestalten, was Frieden meint,
in Achtung und Würde miteinander vereint. 

Fremd-sein ist ein Thema für mich –
Und vielleicht betrifft es auch dich?

                                    Beate Schuster-Geng

Flüchtling

Schüsse und Schreie – ganz in der Näh',
und im Westen leuchtet ein Fenster;
vor dir schreckt was auf: der Feind? Ein Reh?
Und manchmal siehst du schon Gespenster.

Stimmen – du verstehst kein einziges Wort,
durch deine Träume marschieren Armeen.
Krieg trieb dich aus deiner Heimat fort -
Krieg – darüber Jahre vergehn.

Ein Dach überm Kopf, für die Kinder Brot,
ist alles, was du noch verlangst;
innerlich bist du gestorben, längst tot,
und trotzdem packt dich die Angst

vor denen, die dir missgönnen,
was dich noch am Leben erhält:
Hoffnung - in Frieden leben zu können
und frei zu sein auf dieser Welt!

Annelie Kelch

Lass uns eine Welt erträumen, die den Krieg nicht kennt,
wo man Menschen aller Länder seine Freunde nennt,
wo man alles Brot der Erde teilt mit jedem Kind,
wo die letzten Diktatoren Zirkusreiter sind.

Lass uns eine Welt erträumen, wo man singt und lacht,
wo die Traurigkeit des andern selbst uns traurig macht,
wo man, trotz der fremden Sprache, sich so gut versteht,
dass man alle schweren Wege miteinander geht.

Lass uns eine Welt erträumen, wo man unentwegt
Pflanzen, Tiere, Luft und Wasser wie einen Garten pflegt,
wo man um die ganze Erde Liebesbriefe schreibt,
und dann lass uns jetzt beginnen, dass es kein Traum mehr bleibt.

Gerhard Schöne