Wir treffen uns in der Rathauspassage ab 15.30 Uhr,
Mahnwache ab 16.30 Uhr am Ida Ehre Platz, Hamburg City.
20. Juni: Tag des Flüchtlings
Wir wünschen Fremden und Freunden ein gelingendes Leben!
Fremd bin ich hier
Unter den Menschen in ihrer
Manier.
Fremd bin ich in dem Land,
das ich bislang nicht
gekannt.
Fremd sind mir die
Gegebenheiten,
die mich durch den Alltag
leiten.
Ist nicht jeder jedem
irgendwie fremd,
weil keiner den anderen
wirklich kennt?
Einander annehmen, so wie wir
sind
als Menschen, als dieser Welt
Kind,
gemeinsam gestalten, was
Frieden meint,
in Achtung und Würde
miteinander vereint.
Fremd-sein ist ein Thema für
mich –
Und vielleicht betrifft es
auch dich?
Beate Schuster-Geng
Flüchtling
Schüsse und Schreie – ganz in der
Näh',
und im Westen leuchtet ein Fenster;
vor dir schreckt was auf: der Feind? Ein Reh?
Und manchmal siehst du schon Gespenster.
Stimmen – du verstehst kein einziges
Wort,
durch deine Träume marschieren Armeen.
Krieg trieb dich aus deiner Heimat fort -
Krieg – darüber Jahre vergehn.
Ein Dach überm Kopf, für die Kinder
Brot,
ist alles, was du noch verlangst;
innerlich bist du gestorben, längst tot,
und trotzdem packt dich die Angst
vor denen, die dir missgönnen,
was dich noch am Leben erhält:
Hoffnung - in Frieden leben zu können
und frei zu sein auf dieser Welt!
Annelie Kelch
Lass uns eine Welt erträumen,
die den Krieg nicht kennt,
wo man Menschen aller Länder seine Freunde
nennt,
wo man alles Brot der Erde teilt mit jedem
Kind,
wo die letzten Diktatoren
Zirkusreiter sind.
Lass uns eine Welt erträumen,
wo man singt und lacht,
wo die Traurigkeit des andern selbst uns
traurig macht,
wo man, trotz der fremden Sprache, sich so gut
versteht,
dass man alle schweren Wege
miteinander geht.
Lass uns eine Welt erträumen,
wo man unentwegt
Pflanzen, Tiere, Luft und Wasser wie einen
Garten pflegt,
wo man um die ganze Erde
Liebesbriefe schreibt,
und dann lass uns jetzt beginnen, dass es kein
Traum mehr bleibt.
Gerhard Schöne
