Wir treffen uns in der Rathauspassage ab 15.30 Uhr,
Mahnwache am 5. August ab 16.30 Uhr am Ida Ehre Platz, Hamburger Innenstadt.
Im
August gedenken wir der Opfer von Hiroshima 6.8. und Nagasaki 9.8.1945
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Atomwaffen werden unsere Welt nicht sicherer machen. Abschreckung dient nicht
der Friedenssicherung. Deutschland
hat inzwischen die höchsten Militärausgaben seit 1990 und befindet sich
weltweit auf Platz 4. 2026 sollen die Militärausgaben auf 108,2 Milliarden Euro
steigen. Die
einzigen Menschen, die von diesen Ausgaben profitieren werden, sind die
Aktionäre der großen Rüstungsunternehmen.
Berlin, 7. Juli 2026 – Mehr als 50 prominente
Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Politik, Kirche und
Zivilgesellschaft haben heute einen gemeinsamen Offenen Brief an die
Bundesregierung und den Deutschen Bundestag veröffentlicht. Sie fordern
neue politische Initiativen für nukleare Abrüstung, die Stärkung des
Völkerrechts und die Vorbereitung eines deutschen Beitritts zum
UN-Atomwaffenverbotsvertrag.
Zu den Erstunterzeichnenden gehören unter anderem GernotErler (Staatsminister a.D.), BrigitteLösch (ehem. Vize-Landtagspräsidentin), der Schauspieler KaiSchumann, die Theologin Dr. MargotKäßmann sowie PhonvandenBiesen (Co-Präsident der internationalen Juristenorganisation IALANA), der EKD-Friedensbeauftragte FriedrichKramer und die Friedensforscherin Dr.ChristineSchweitzer.
„30 Jahre nach dem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs erleben
wir keine Fortschritte bei der nuklearen Abrüstung, sondern eine neue
Phase der atomaren Aufrüstung. Deutschland darf sich damit nicht
abfinden. Die Bundesregierung sollte das Völkerrecht stärken, sich für
konkrete Abrüstungsschritte einsetzen und den Weg für einen Beitritt zum
UN-Atomwaffenverbotsvertrag ebnen“, sagt Juliane Hauschulz,
Vorstandsmitglied von ICAN Deutschland.
Im Mai haben World Beyond War die jährliche Aktualisierung von "Mapping Militarism" veröffentlicht, eine Sammlung von Weltkarten, die Trends in Bezug auf Krieg und Frieden veranschaulichen. Jede Karte ist als interaktiver, drehbarer Globus angelegt. Wenn man auf ein Land klickt, erhält man weitere Informationen oder kann eine Listenansicht mit kurzen Texten und Daten aufrufen. Mit dem Schieberegler kann man in der Zeit zurückblättern und sehen, was sich im Vergleich zu früheren Jahren verändert hat.
Fünf Prozent ihrer Wirtschaftsleistung sollen die NATO-Staaten künftig für Militär und kriegsrelevante Infrastruktur ausgeben. Diese willkürliche Festlegung ist unverantwortlich. Fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes entsprächen nach heutigen Zahlen fast der Hälfte des deutschen Bundeshaushalts, mindestens 200 Milliarden Euro. Jedes Jahr!
Aufrüstung führt in die Sackgasse! Dass Frieden und Sicherheit durch immer mehr Waffen und Abschreckung erreichbar wären, ist ein Trugschluss. Ich möchte in einem Land leben, das sich mit zivilen Mitteln für eine friedliche Welt stark macht. Diplomatie, Interessensausgleich und Völkerverständigung müssen die Grundpfeiler für Frieden in Europa und in der Welt sein.
Ab 2026 sollen neue US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland
stationiert werden. Verteidigungsminister Boris Pistorius will Nägel mit
Köpfen machen und treibt die Beschaffung von Typhon-Systemen voran.
Diese werden benötigt, um einige der US-Mittelstreckenwaffen
abzuschießen.
Schreibe Minister Pistorius jetzt eine Protestmail: Fordere Minister
Pistorius auf, von den Stationierungsplänen neuer Mittelstreckenwaffen
und dem Kauf der dazugehörigen Typhon-Systeme Abstand zu nehmen!
Frauen in Schwarz Hamburg Mahnwachen
gegen Krieg und Gewalt
Mahnwache am Mittwoche, dem 6. August, Ida Ehre Platz, Mönckebergstraße, ab 16. 30 Uhr -
Treffen in der Rathauspassage ab 15.30 Uhr.
Der Friedensnobelpreis
wurde 2024 an die japanische Organisation Nihon Hidankyo verliehen.
Die japanische
Organisation Nihon Hidankyo wurde von Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki
gegründet - und setzt sich seitdem für nukleare Abrüstung ein.Direkt bei oder
infolge der Atombombenabwürfe am 6. und 9. August 1945 starben schätzungsweise
mehr als 200.000 Menschen.
- Mutig - ohne Waffen - stark - ohne Gewalt - beherzt –für alles, was lebt
Mutig
In der internationalen Politik bedeutet die Stärke des
einen stets die Bedrohung des anderen. Die Aufrüstung der einen Seite zur
Abwehr von Bedrohungen und Verteidigung verunsichert die andere Seite, die sich
ihrerseits bedroht sieht und ebenfalls zum Zweck der Verteidigung aufrüstet.
Was defensiv gemeint ist, wird als offensiv wahrgenommen.
Ein Artikel von Frauen in Schwarz, Madrid, in deutscher und englischer Übersetzung.
Empört hören wir vom alarmierenden Anstieg der europäischen
Militärausgaben (auf bis zu 800 Milliarden Euro in vier Jahren). Diese
Aufrüstung wird Europa nicht mehr Sicherheit bringen. Sie wird uns keine
Sicherheit bringen, so wie sie es nie getan hat.
Wir befürchten, dass wir auf einen neuen Weltkrieg zusteuern. Was
uns beunruhigt, ist die Kriegsgefahr – ein Argument, das die
Aufrüstungsinitiative stützt. Aufrüstung ist jedoch die beste Vorbereitung auf
einen Krieg, nicht seine Vermeidung.
Ein junger Verwandter fragt mich zunehmend verzweifelt, wie ich
das so sehe „mit dieser Welt“? Er habe, sagt er, „schreckliche Angst vor der
Zukunft“ , ich solle ihm doch „bitte, bitte“ erklären, wie ich das empfinde
„mit PutinTrumpMerzHofreiterPistorius und all den anderen Gestalten“. Warum,
fragt er, „schreien die alle so nach Waffen?“
Und ich, ich sitze da, grüble, was ich dem 17-Jährigen antworten
soll, mir geht es ja selbst so, dass ich die Zukunft ziemlich düster sehe, dass
es mir vor ein paar Tagen sprichwörtlich in den Magen fuhr, als ich im Radio
hörte, dass die EU-Präsidentin Ursula von der Leyen 800 Milliarden Euro in die
Aufrüstung stecken will und dass die Nochnichtregierungskoalition aus CDU/CSU
und SPD gemeinsam mit den aus der Regierung abgewählten Grünen ebenfalls
Hunderte von Milliarden, faktisch grenzenlos viel Geld in Waffen investieren
wird: „whatever it takes“.
Die April Mahnwache findet am 2. April ab 16:30 Uhr statt am Ida Ehre Platz (Mönckebergstraße). Unser Thema in diesem Monat ist "Hochrüstung für den Frieden! Nicht für Krieg".
Wir treffen uns vorher im Café der Rathauspassage ab 15:30.
"Wir glauben, dass es die moralische und staatsbürgerliche Pflicht eines jeden Menschen guten Willens ist, sich gegen den Ruf nach einer weiteren Militarisierung Europas auszusprechen und zu Dialog, Toleranz und Diplomatie aufzurufen. Eine starke Militarisierung verteidigt nicht den Frieden, sondern führt zu Krieg.
pax christi, DFG-VK,
Netzwerk Friedenskooperative und AGDF appellieren gemeinsam mit 30
Organisationen und Netzwerken an die Mitglieder des Deutschen Bundestages, die Aufrüstung
zu stoppen und gegen die dafür geplante Grundgesetzänderung zu stimmen.
Offener Brief an alle Kandidierenden zur Bundestagswahl 2025
In
einem Offenen Brief mit mehr als 30 prominenten Erstunterzeichner*innen
– darunter u.a. die Theologin Margot Käßmann, Umweltforscher Prof. Dr.
Ernst Ulrich von Weizsäcker sowie die Schriftstellerin Daniela Dahn,
wenden die Unterschreibenden sich an die Kandidierenden zur Bundestagswahl. Sie fordern die
Politiker*innen auf, sich gegen die Stationierung von
US-Mittelstreckenwaffen auszusprechen und für neue Verhandlungen über Rüstungskontrolle und die Abrüstung aller Mittelstreckenwaffen in Europa einzusetzen .
Wie in jedem Jahr hat die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) am 18. Dezember 2024 einen umfassenden Rüstungsexportbericht veröffentlicht, der unter anderem die deutschen Exportgenehmigungen des Jahres 2023 auflistet und einordnet. Aus Deutschland wurden 2024 Waffen und Rüstungsgüter im Wert von deutlich über 13 Milliarden Euro exportiert. Der größte Teil davon ging an Länder außerhalb von EU und NATO. Die GKKE setzt sich in ihrem diesjährigen Rüstungsexportbericht intensiv mit den deutschen Rüstungsexporten nach Israel und in den Nahen Osten auseinander.
Neue Daten des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI zeigen, dass die Umsätze der Waffenproduzenten im Jahr 2023 gewachsen sind - zusammengenommen um 4,2 Prozent. Die größten Treiber der gestiegenen Nachfrage waren im vergangenen Jahr die Kriege in Gaza und der Ukraine und Chinas erhöhte Ausgaben für Rüstungsgüter. Die beiden russischen Rüstungskonzerne in der SIPRI-Liste verbuchten den Forschern zufolge ein Umsatzwachstum von satten 40 Prozent. Israelische Unternehmen verzeichneten vor dem Hintergrund des Kriegs in Gaza Umsatzrekorde. Auch bei europäischen Waffenherstellern war die Auftragslage gut.
Nein zu Deutschland als Kriegspartei – Nein zu neuen Mittelstreckenraketen!
Friedensaktionen am 6. August und am 1. Septemberan vielen Orten undam 3. Oktober 2024 an der bundesweiten Demonstration in Berlin
Was unser Land braucht, ist einestarke Friedensbewegung, die sich der zunehmenden Militarisierung in der Politik und den öffentlichen Debatten entschieden widersetzt. Das haben wir in den 1980er Jahren gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen getan und das tun wir auch heute. In der Ukraine ist die Eskalationsdynamik des Krieges ungebrochen und verschärft sich weiter. An dieser historischen Weichenstellung dürfen wir nicht schweigen.
Weitere Informationen erhältlich beiReiner Braun(0172 2317475) undMichael Müller(0172 2462125) sowie unterFriedenschaffen.net.